Albert August Ernst Hinüber  ‎(I47)‎
Vornamen: Albert August Ernst
Nachname: Hinüber

Geschlecht: männlichmännlich
      

Geburt: 21. Dezember 1881 25 23 Haan, Stadt Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, DEU
Tod: 1952 ‎(Alter 70)‎
Persönliche Fakten und Details
Geburt 21. Dezember 1881 25 23 Haan, Stadt Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, DEU

Heirat Helena Anna Elisabeth Klünder - 21. April 1904 ‎(Alter 22)‎ , ,

Beruf Kaufmann
Wohnort 1919 ‎(Alter 37)‎ Wuppertal, Stadt Wuppertal, Nordrhein-Westfalen, DEU

Wohnort 1919/20 (1920) ‎(Alter 38)‎ Düsseldorf, Stadt Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, DEU

Geschichte zwischen 1919 und 1923 ‎(Alter 37)‎
Adresse:
Organisation Consul - Brigade Erhardt



Einzelheiten zeigen Bemerkung: Organisation Consul
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Die Organisation Consul ‎(O. C.)‎ war eine nationalistische Terrororganisation während der Weimarer Republik. Sie war als Geheimgesellschaft organisiert und versuchte, durch politische Morde das demokratische System der jungen Republik zu erschüttern und die Ergebnisse des Ersten Weltkriegs, insbesondere den Friedensvertrag von Versailles, zu revidieren.

Inhaltsverzeichnis ‎[Verbergen]‎
1 Ursprung
2 Organisation
3 Verbot und Auflösung
4 Literatur
5 Weblinks



Ursprung ‎[Bearbeiten]‎Die O.C. ging aus der Freikorps Marine-Brigade Ehrhardt hervor, die 1920 offiziell aufgelöst worden war. Deren namengebender Kommandeur, Kapitän Hermann Ehrhardt, formierte die Organisation nach dem Scheitern des Lüttwitz-Kapp-Putsches, aus den Reihen der Brigade. Aufgrund ihrer Herkunft war die O.C. eine militärisch organisierte Kadergruppe, deren Mitglieder sich zum größten Teil aus Offizieren des ehemaligen Reichswehr-Heeres und der Freikorps rekrutierten.


Organisation ‎[Bearbeiten]‎Ihr Altersdurchschnitt lag zwischen 20 und 30 Jahren. Ihre Motivation nährte sich aus einem antibürgerlichen Affekt und aus einem extremen Nationalismus. Eines der bekanntesten Mitglieder der Organisation Consul war der spätere Schriftsteller Ernst von Salomon. Die O.C. verfügte über Verbindungsleute im gesamten Reich und konnte aus einem geschätzten Personalstamm von ca. 5.000 Mann schöpfen, um ihre Mordkommandos zusammenzustellen.

Diese Untergrundorganisation, die nur eine Kernorganisation war, wirkte getarnt als Holzhandelsgesellschaft von München aus und unterhielt illegale Waffenlager. Über die O. C. betreute Ehrhardt ein ganzes Netzwerk weiterer paramilitärischer Vereinigungen.

Mitglieder der O. C. nahmen 1920 am Abstimmungskampf in Oberschlesien teil, um die Abtretung des Gebiets an Polen zu verhindern. Am 24. Juni 1922 ermordeten Angehörige der O. C. den deutschen Außenminister Walther Rathenau. Einer der Mittäter war Ernst von Salomon. Dieser verwies allerdings in seinem nach 1945 erschienenen autobiographischen Werk "Der Fragebogen" darauf, die O. C. sei eine mit Billigung der Reichswehr geschaffene Tarnorganisation, deren einziger Zweck der Aufbau einer - nach dem Weimarer Vertrag verbotenen - Spionageabwehr gewesen sei. Am Ende dieses Prozesses habe schließlich die Abwehr des Admirals Canaris gestanden. Auch in den Fällen der Morde an Carl Gareis, Fraktionvorsitzender der USPD in Bayern am 9. Juni 1921 und an Matthias Erzberger ‎(1921)‎ sowie dem Mordversuch an Philipp Scheidemann 1922 gab es Verbindungen zur O. C.

?Der Mord an Walther Rathenau, dem ich an sich fremd und kühl gegenüberstand, hat mich aufs tiefste erregt. Es war die Saat, die Helfferich und seine Freunde gesät hatten, die da aufging. Rathenau, so schrieb ich am 25. Juni in mein Tagebuch, mußte sterben, weil er Jude war. Soweit war die geradezu blödsinnige Verhetzung der Rechtskreise gediehen, in diesem ?christlichen? Volk, daß der Staat gezwungen war, ohnmächtig zuzusehen, wie einer seiner besten Köpfe wie ein Hund abgeschossen wurde. Was ich immer als politische Notwendigkeit seit Jahr und Tag gefordert hatte, war jetzt offenkundig staatspolitische Notwendigkeit: die völlige Neugestaltung der inneren Verwaltung - im weitesten Sinn des Wortes. Solange überall die ?Alten? den Geist der Demokratie sabotierten, so lange erschien mir jeglicher Versuch zur Schaffung eines neuen Deutschlands aussichtslos und zum Scheitern verurteilt.?

? Fritz Elsas: in seinem Tagebuch

Die Organisation spielte auch bei der Bildung der SA eine bedeutende Rolle, als 1921 der O.C.-Leutnant Klintzsch die militärische Führung der einstigen "Turn- und Sportabteilung der N.S.D.A.P." übernahm. Aus ihrem Mitgliederbestand kamen auch Julius Schreck und Josef Berchtold, die späteren Leibwächter Adolf Hitlers.


Verbot und Auflösung ‎[Bearbeiten]‎Bei den Untersuchungen im Mordfall Matthias Erzberger wurde der Sitz der O. C. ausgehoben. Auf der Grundlage des am 21. Juli 1922 erlassenen Republikschutzgesetzes wurde die O. C. verboten. Als Nachfolgeorganisation wurde der Bund Wiking gegründet.

Im Dritten Reich wurden die Mitglieder der O. C. als ?Helden des nationalen Widerstandes? gefeiert. Gleichzeitig gehörte einer der Helfer der O. C. zum militärischen Widerstand des Jahres 1938 wie einige andere Freikorpsmitglieder auch. Friedrich Wilhelm Heinz versuchte während des Prozesses gegen die Rathenau-Attentäter einen geständigen Mittäter zu vergiften. 1938 war vorgesehen, dass er bei einem geplanten Putsch Hitler verhaften und wenn nötig töten sollte. In der Bundesrepublik Deutschland war er dann einer der ersten Leiter des MAD.


Literatur ‎[Bearbeiten]‎Ernst von Salomon: Die Geächteten. Rowohlt 1930.
Ernst von Salomon: Der Fragebogen. Rowohlt 1951.
Hagen Schulze: Weimar, Deutschland 1917?1933. Band 12 der Reihe Die Deutschen und ihre Nation. Siedler Verlag, 1982, ISBN 3-88680-050-4.
Martin Sabrow: Der Rathenaumord, Rekonstruktion einer Verschwörung gegen die Republik von Weimar, Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschicht. Oldenbourg, München 1994.Die ausführliche Fassung von:
Martin Sabrow: Die verdrängte Verschwörung. Der Rathenau-Mord und die neue deutsche Gegenrevolution. Fischer, Frankfurt am Main 1998.
Howard N. Stern: The Organisation Consul. In: Journal of Modern History ‎(JMH)‎ 35/1963, S. 20-32.
Christian von Ditfurth : Der Consul ‎(historischer Roman)‎ Verlag: Droemer/Knaur ISBN 3426627876

Beruf 1923 ‎(Alter 41)‎ Generalmajor


Bemerkung: Brigade "Erhardt" ‎(General Kapp)‎ später Organistation Consul
Beruf 1923 ‎(Alter 41)‎ Reichsbahnobermeister

Behörde: Deutsche Reichsbahn

Bemerkung: jetzt Amtmann
Tod 1952 ‎(Alter 70)‎
Todesursache: Schlaganfall
Letzte Änderung 31. März 2009 - 20:47:07 - von: ahinueber
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Familie der Eltern  (F21)
Ernst Hinüber
1856 -
Julie Overmann
1857 -
Albert August Ernst Hinüber
1881 - 1952

Eigene Familie  (F20)
Helena Anna Elisabeth Klünder
1880 -
Elisabeth Hinüber
1905 -
Ernst Hinüber
1905 -
Vertraulich
-
Siegfried Hinüber
1905 -
Friedrich Wilhelm Hinüber
1911 - 1968
Hermann Hinüber
1912 - 1942
Herta Hinüber
1915 - 1991
Änne Hinüber
1917 -
Herbert Hinüber
1919 - 2006


Bemerkungen
Geschichte Organisation Consul
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Die Organisation Consul ‎(O. C.)‎ war eine nationalistische Terrororganisation während der Weimarer Republik. Sie war als Geheimgesellschaft organisiert und versuchte, durch politische Morde das demokratische System der jungen Republik zu erschüttern und die Ergebnisse des Ersten Weltkriegs, insbesondere den Friedensvertrag von Versailles, zu revidieren.

Inhaltsverzeichnis ‎[Verbergen]‎
1 Ursprung
2 Organisation
3 Verbot und Auflösung
4 Literatur
5 Weblinks



Ursprung ‎[Bearbeiten]‎Die O.C. ging aus der Freikorps Marine-Brigade Ehrhardt hervor, die 1920 offiziell aufgelöst worden war. Deren namengebender Kommandeur, Kapitän Hermann Ehrhardt, formierte die Organisation nach dem Scheitern des Lüttwitz-Kapp-Putsches, aus den Reihen der Brigade. Aufgrund ihrer Herkunft war die O.C. eine militärisch organisierte Kadergruppe, deren Mitglieder sich zum größten Teil aus Offizieren des ehemaligen Reichswehr-Heeres und der Freikorps rekrutierten.


Organisation ‎[Bearbeiten]‎Ihr Altersdurchschnitt lag zwischen 20 und 30 Jahren. Ihre Motivation nährte sich aus einem antibürgerlichen Affekt und aus einem extremen Nationalismus. Eines der bekanntesten Mitglieder der Organisation Consul war der spätere Schriftsteller Ernst von Salomon. Die O.C. verfügte über Verbindungsleute im gesamten Reich und konnte aus einem geschätzten Personalstamm von ca. 5.000 Mann schöpfen, um ihre Mordkommandos zusammenzustellen.

Diese Untergrundorganisation, die nur eine Kernorganisation war, wirkte getarnt als Holzhandelsgesellschaft von München aus und unterhielt illegale Waffenlager. Über die O. C. betreute Ehrhardt ein ganzes Netzwerk weiterer paramilitärischer Vereinigungen.

Mitglieder der O. C. nahmen 1920 am Abstimmungskampf in Oberschlesien teil, um die Abtretung des Gebiets an Polen zu verhindern. Am 24. Juni 1922 ermordeten Angehörige der O. C. den deutschen Außenminister Walther Rathenau. Einer der Mittäter war Ernst von Salomon. Dieser verwies allerdings in seinem nach 1945 erschienenen autobiographischen Werk "Der Fragebogen" darauf, die O. C. sei eine mit Billigung der Reichswehr geschaffene Tarnorganisation, deren einziger Zweck der Aufbau einer - nach dem Weimarer Vertrag verbotenen - Spionageabwehr gewesen sei. Am Ende dieses Prozesses habe schließlich die Abwehr des Admirals Canaris gestanden. Auch in den Fällen der Morde an Carl Gareis, Fraktionvorsitzender der USPD in Bayern am 9. Juni 1921 und an Matthias Erzberger ‎(1921)‎ sowie dem Mordversuch an Philipp Scheidemann 1922 gab es Verbindungen zur O. C.

?Der Mord an Walther Rathenau, dem ich an sich fremd und kühl gegenüberstand, hat mich aufs tiefste erregt. Es war die Saat, die Helfferich und seine Freunde gesät hatten, die da aufging. Rathenau, so schrieb ich am 25. Juni in mein Tagebuch, mußte sterben, weil er Jude war. Soweit war die geradezu blödsinnige Verhetzung der Rechtskreise gediehen, in diesem ?christlichen? Volk, daß der Staat gezwungen war, ohnmächtig zuzusehen, wie einer seiner besten Köpfe wie ein Hund abgeschossen wurde. Was ich immer als politische Notwendigkeit seit Jahr und Tag gefordert hatte, war jetzt offenkundig staatspolitische Notwendigkeit: die völlige Neugestaltung der inneren Verwaltung - im weitesten Sinn des Wortes. Solange überall die ?Alten? den Geist der Demokratie sabotierten, so lange erschien mir jeglicher Versuch zur Schaffung eines neuen Deutschlands aussichtslos und zum Scheitern verurteilt.?

? Fritz Elsas: in seinem Tagebuch

Die Organisation spielte auch bei der Bildung der SA eine bedeutende Rolle, als 1921 der O.C.-Leutnant Klintzsch die militärische Führung der einstigen "Turn- und Sportabteilung der N.S.D.A.P." übernahm. Aus ihrem Mitgliederbestand kamen auch Julius Schreck und Josef Berchtold, die späteren Leibwächter Adolf Hitlers.


Verbot und Auflösung ‎[Bearbeiten]‎Bei den Untersuchungen im Mordfall Matthias Erzberger wurde der Sitz der O. C. ausgehoben. Auf der Grundlage des am 21. Juli 1922 erlassenen Republikschutzgesetzes wurde die O. C. verboten. Als Nachfolgeorganisation wurde der Bund Wiking gegründet.

Im Dritten Reich wurden die Mitglieder der O. C. als ?Helden des nationalen Widerstandes? gefeiert. Gleichzeitig gehörte einer der Helfer der O. C. zum militärischen Widerstand des Jahres 1938 wie einige andere Freikorpsmitglieder auch. Friedrich Wilhelm Heinz versuchte während des Prozesses gegen die Rathenau-Attentäter einen geständigen Mittäter zu vergiften. 1938 war vorgesehen, dass er bei einem geplanten Putsch Hitler verhaften und wenn nötig töten sollte. In der Bundesrepublik Deutschland war er dann einer der ersten Leiter des MAD.


Literatur ‎[Bearbeiten]‎Ernst von Salomon: Die Geächteten. Rowohlt 1930.
Ernst von Salomon: Der Fragebogen. Rowohlt 1951.
Hagen Schulze: Weimar, Deutschland 1917?1933. Band 12 der Reihe Die Deutschen und ihre Nation. Siedler Verlag, 1982, ISBN 3-88680-050-4.
Martin Sabrow: Der Rathenaumord, Rekonstruktion einer Verschwörung gegen die Republik von Weimar, Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschicht. Oldenbourg, München 1994.Die ausführliche Fassung von:
Martin Sabrow: Die verdrängte Verschwörung. Der Rathenau-Mord und die neue deutsche Gegenrevolution. Fischer, Frankfurt am Main 1998.
Howard N. Stern: The Organisation Consul. In: Journal of Modern History ‎(JMH)‎ 35/1963, S. 20-32.
Christian von Ditfurth : Der Consul ‎(historischer Roman)‎ Verlag: Droemer/Knaur ISBN 3426627876
Beruf Brigade "Erhardt" ‎(General Kapp)‎ später Organistation Consul
Beruf jetzt Amtmann

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Familiendaten als Kind
Vater
Ernst Hinüber ‎(I49)‎
Geburt 14. September 1856 30 29
Tod Ja
15 Monate
Elternteil
 
Julie Overmann ‎(I50)‎
Geburt 29. Dezember 1857
Tod Ja

Heirat: 22. Januar 1881
11 Monate
#1
Albert August Ernst Hinüber ‎(I47)‎
Geburt 21. Dezember 1881 25 23 Haan, Stadt Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, DEU
Tod 1952 ‎(Alter 70)‎
Familie mit Helena Anna Elisabeth Klünder
Albert August Ernst Hinüber ‎(I47)‎
Geburt 21. Dezember 1881 25 23 Haan, Stadt Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, DEU
Tod 1952 ‎(Alter 70)‎
-2 Jahre
Ehepartner
 
Helena Anna Elisabeth Klünder ‎(I48)‎
Geburt 20. März 1880 30 31 Wetter a.d. Ruhr, Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen, DEU
Tod Ja

Heirat: 21. April 1904 -- , , ,
8 Monate
#1
Kind
Elisabeth Hinüber ‎(I97)‎
Geburt nach 1905 23 24
Tod Ja
#2
Kind
Ernst Hinüber ‎(I92)‎
Geburt nach 1905 23 24
Tod Ja
#3
Kind
#4
Kind
Siegfried Hinüber ‎(I100)‎
Geburt 1905 23 24
Tod Ja
6 Jahre
#5
Sohn
Friedrich Wilhelm Hinüber ‎(I8)‎
Geburt 27. Januar 1911 29 30 Wuppertal, Stadt Wuppertal, Nordrhein-Westfalen, DEU
Tod 9. September 1968 ‎(Alter 57)‎ Eisenberg, Saale-Holzland-Kreis, Thüringen, DEU
2 Jahre
#6
Sohn
Hermann Hinüber ‎(I99)‎
Geburt 27. November 1912 30 32 Haan, Stadt Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, DEU
Tod 1. Dezember 1942 ‎(Alter 30)‎ Kropotowo, , , RUS
2 Jahre
#7
Kind
Herta Hinüber ‎(I102)‎
Geburt 1915 33 34
Tod 1991 ‎(Alter 76)‎
2 Jahre
#8
Kind
Änne Hinüber ‎(I103)‎
Geburt 1917 35 36
Tod Ja
3 Jahre
#9
Kind
Herbert Hinüber ‎(I89)‎
Geburt 26. Juni 1919 37 39
Tod 15. Dezember 2006 ‎(Alter 87)‎


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